Alle Lab-Projekte

Lab

LifeLoop

Foto-Tagebuch für stabile Langzeit-Zeitraffer. Eine halbtransparente Vorlage im Sucher und Gesichtsausrichtung per ML Kit halten die Bilder deckungsgleich — alles auf dem Gerät, nichts in der Cloud.

  • Projektliste mit laufenden Reihen
  • Ein Projekt mit allen bisherigen Aufnahmen
  • Kamera mit halbtransparenter Vorlage und Gesichtsausrichtung
  • Einzelaufnahme, als ausgerichtet bestätigt
  • Render-Einstellungen vor der Videoerzeugung
  • Das fertige Video aus der Reihe

Projektliste mit laufenden Reihen

Warum ich das gebaut habe

Zwei Gründe, beide persönlich.

Ich war früher sehr sportlich, habe dann zugenommen und wollte wieder anfangen. Was mich dabei bei der Stange hält, ist zu sehen, dass sich etwas tut — also habe ich jede Woche ein Bild gemacht. Nur sieht man den Fortschritt so gerade nicht: Man scrollt durch die Galerie, vergleicht zwei Aufnahmen, und weil sie aus unterschiedlichen Winkeln entstanden sind, sagen sie wenig.

Im Dezember kam mein Neffe zur Welt, ich bin sein Taufpate. Die Vorstellung, sein Aufwachsen zu dokumentieren und ihm mit achtzehn ein Video davon geben zu können, hat den Rest erledigt.

Beides läuft auf dasselbe hinaus: Der Wert entsteht erst, wenn die Bilder deckungsgleich sind. Deshalb steckt der Aufwand in der Ausrichtung und nicht in der Galerie.

Was die App kann

LifeLoop begleitet Vorhaben, die sich langsam verändern und deren Verlauf man nur im Zeitraffer sieht — ein Bart, der wächst, eine Pflanze, eine Wohnung im Umbau. Man legt ein Projekt an und fotografiert regelmäßig.

Der entscheidende Teil ist die Ausrichtung: Die Kamera blendet die vorherige Aufnahme durchscheinend ein, damit die neue an derselben Stelle entsteht. Bei Gesichtern richtet die App zusätzlich automatisch aus und meldet zurück, wenn eine Aufnahme sitzt. Ohne diese Ausrichtung springt jedes daraus erzeugte Video, und der ganze Zweck ist dahin.

Aus den Aufnahmen entsteht ein Video: Bildrate, Sekunden pro Foto und Auflösung bis 4K sind einstellbar, die geschätzte Dateigröße steht vor dem Rendern dabei. Projekte lassen sich vergleichen und archivieren.

Wie es gebaut ist

Flutter für die Oberfläche, ML Kit für die Gesichtserkennung. Alles läuft auf dem Gerät: Die Aufnahmen verlassen das Telefon nicht, weder zur Ausrichtung noch zum Rendern. Bei einer App, in die Menschen ihr eigenes Gesicht über Monate einspeisen, ist das keine Nebensache, sondern der Grund, warum man sie überhaupt benutzt.